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Montag, 20. Januar 2020, 11:51

Fragen zu diversen deutschen Säbeln

Guten Tag die Herren
Ich habe von einem Freund den Auftrag bekommen, seine Blankwaffensammlung zu verkaufen, da er sich mit dem Thema nicht sonderlich gut auskennt. Darunter sind diverse deutsche Waffen, mit denen ich mich nicht so auskenne. Könnten mir die Experten hier im Forum weiterhelfen?
Nr. 1

Meiner Meinung nach ein Reichswehrsäbel. Der Zustand ist recht gut. Hersteller ist Alexander Coppel, Solingen. Gestempelt auf der Wurzel, der Parierstange und der Scheide. Wofür stehen die Zahlen? Die Nummer 533 a ist auf dem Parierbügel und der Scheide. Kann mir jemand einen ungefähren Wert nennen?
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Montag, 20. Januar 2020, 12:00

Nr. 2
Ein bayrischer Säbel M 1855. Der Zustand ist eher mässig. Verwischte Ätzung "In Treue Fest" auf der Klinge. Auf dem Klingenrücken geätzt "Hans Römer Neu-Ulm". Der Hersteller ist Weyersberg in Solingen, auf der Wurzel ist der Helm eingeschlagen, allerdings ohne Initialen. Die Klinge ist fleckig, die Griffwicklung locker und es fehlt der Scheidenmund. In welche Zeit ist dieser Säbel zu datieren und welcher ungefähre Wert hat er?
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3

Montag, 20. Januar 2020, 12:59

Nr.3
Kavallerie-Extrasäbel für Offiziere(?) M1852.

Der Zustand ist gut, die Ätzung schön erhalten, trotz fleckiger Klinge. Der ganze Säbel wurde vernickelt. An diversen Stellen löst sich diese. Die Griffwicklung ist intakt und straff.

Hersteller ist Weyersberg und Kirschbaum Cie(?). Schöne Ätzung mit Trophäen und Ranken. In der Mitte ein Wappen. M.M. nach das hessische Wappen, was meint ihr? Auch hier die Frage nach dem Alter und dem ungefähren Wert des Stücks.
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4

Montag, 20. Januar 2020, 16:16

Nr. 4
Bei diesem Säbel weiss ich die Herkunft nicht. Erinnert mich vom Typ her an einen österreichischen Husarensäbel. Der Zustand ist eher schlecht. Der Griff ist eine Katastrophe, der Rest geht noch so einigermassen. :pinch:
Auf dem Klingenrücken ist noch schwach die Hersteller-Signatur zu lesen:"M? = f Du Klingenthal Cou?aux freres Entres. Ausser Klingenthal sagt mir das nichts. Zwei Punzen auf der Klingenwurzel. Schaut am Besten die Fotos an. Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Kann mir hier jemand die Herkunft sagen? Und auch dazu einen ungefähren Wert?
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5

Dienstag, 21. Januar 2020, 16:40

Einheitssäbel M1922

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ja ist ein Reichswehr Einheitssäbel M1922. Mit Stück Nr. und den üblichen Abnahme Marken.
Sind allgemein wenig gesucht, gehen so zwischen 180-220 weg.

6

Dienstag, 21. Januar 2020, 17:34

Säbel 2 = Bayer. Infanterie-Offizier-Säbel um 1900, ca. 200,-€
Säbel 3 = Hess. Kavallerie-Extra-Säbel um 1900 ca. 350,-€
Säbel 4 = Wahrscheinlich Frankreich frühes 19. Jahrhundert in schlechtem Zustand ca. 150,-€

Gruss
blankhans

7

Dienstag, 21. Januar 2020, 18:28

Merci Koppel und Blankhans für die grosse Hilfe. Damit bin ich schon ein gutes Stück weiter. Ich hoffe ich kann mich mal revanchieren. :thumbsup:
Einen schönen Abend und Sammlergruss wünscht
Microraptor92

8

Dienstag, 21. Januar 2020, 22:39

Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich mir den Hessen gerne einmal anschauen. Je nachdem wie die Klinge erhalten ist, käme vielleicht ein Kauf für mich in Frage.

Gruss
blankhans

9

Donnerstag, 23. Januar 2020, 19:04

Säbel Nummer 4 Französischer Säbel

Hallo Microraptor
Blankhans hat den Säbel bereits als französischen Säbel identifiziert. Die Klinge des Säbels wurde in Klingenthal hergestellt. Das M mit dem Zahnrad darüber ist der Poiçon von J.J. Mouton, inspecteur civil von November 1793 bis März 1798. Die Punze LW im Oval mit Punkten bedeutet B.P.C. Levasseur, inspecteur von März 1798 bis September 1803. In der Konsulatszeit erschienen viele Varianten von bereits in der Monarchie existierenden Säbelmodellen. Schau einmal nach, ob bereits das einzelne Wort Klingenthal auf dem Kingenrücken steht. Zur Zeit der Ersten Republik war das üblich. Später in Napoleonischer Zeit wurde dann die Klingenbeschriftung genau reglementiert.

10

Samstag, 25. Januar 2020, 18:57

An Blankhans. Natürlich kannst du ihn gerne anschauen. Möchtest du noch mehr Fotos?
Gruss retour
Und an Schmiede 39: Merci für die Infos, damit lässt sich der Säbel ziemlich genau einordnen. Ja, das einzelne Wort Klingenthal ist schwach zu lesen.

11

Sonntag, 1. März 2020, 09:36

Hallo zusammen
Ich habe wieder zwei neue Stücke bekommen, die ein paar Fragen aufwerfen.

Der erste ist ein Säbel für Train-Offiziere aus Bayern. Schätze ca. um 1900 hergestellt. Der Zustand ist an sich gut, die Klinge hat eine sehr dunkle Patina, aber die typischen Ätzungen sind auf beiden Seiten noch gut zu sehen. Keine Herstellerangabe. Der Säbel hat ein Messinggefäss, welches wohl im 1. Weltkrieg geschwärzt wurde. Die Schwärzung ist ebenfalls noch sehr gut erhalten, nur an den Kanten scheint das Messing durch. Sicher eine Feldarbeit, da ziemlich grob mit einem Pinsel gearbeitet wurde. Das Messing verwirrt mich ein wenig, da ich bisher nur Stücke mit Stahlgefäss gesehen habe. Oder gab es die eben auch in Messing?
Anbei die Fotos.

Schönen Sonntag und Grüsse wünscht
Microraptor92
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12

Sonntag, 1. März 2020, 09:45

Nr. 2: Dieser Säbel ist sehr interessant. Der Zustand der Klinge ist schlecht, das erste Drittel stark rostnarbig, der Rest ebenfalls nicht rosig. Der Griff sieht dafür schön aus. Vom Typ her ist es meiner Meinung nach ein Säbel für Grenadiere oder Chasseurs à pied der Garde Impériale. Allerdings ist die Klinge mit floralen Elementen und Schriftzügen verziert, die ursprünglich vergoldet waren. Auf der einen Seite steht: "Pour la Patrie", die andere Seite ist schwer zu lesen:" Je ???? la vie". Die Klinge würde ich zeitlich um 1800 einordnen. Die Griffbelederung ist aus rotem Saffianleder.

Was meint ihr dazu? Sieht für mich eher nach einer Offizierswaffe aus.

Weiss jemand über solche Säbel Bescheid?
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Sonntag, 1. März 2020, 09:49

Noch zwei Fotos der Klingeninschrift
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14

Sonntag, 1. März 2020, 21:47

Hallo,
ich kann von dem hess. Säbel Nr. 3 nicht erkennen, wie gut oder wie schlecht die Klinge erhalten ist. Ich bin mir nicht sicher, ob weitere Fotos hilfreich sind.

Gruss
blasnkhans

15

Sonntag, 1. März 2020, 21:50

Bayer. Säbel

Der bayer. Säbel mit den zwei Bügeln dürfte aus der Zeit um 1900 stammen und wurde als Extra-Waffe bei der Kavallerie verwendet. Ohne scheide dürfte er etwa um die 150,-€ bringen.

Gruss
blankhans

16

Sonntag, 1. März 2020, 22:01

Frankreich Garde

Es handelt sich um einen franz. Säbel der Garde Imperiale M 1802. Eigentlich ein recht seltenes Stück, das aber in diesem Zustand und ohne Scheide nicht mehr viel Wert sein dürfte. Am besten ist das Gefäss erhalten, wenn auch mit der falschen Wicklung. Dieses Stück kann ich preislich leider nicht einordnen. Es dürfte sehr auf den eventuellen Käufer ankommen, welcher Preis dafür erzielt werden kann.

Gruss
blankhans

17

Sonntag, 8. März 2020, 10:09

Hallo Blankhans
Ein verspätetes Dankeschön für die vielen Infos. Die waren ungemein hilfreich.

Zum Hessen. Die Klinge ist stark fleckig, aber die Ätzung ist ganz klar erkennbar und komplett erhalten. An der Angel ist die Erhaltung am schlechtesten. Sonst macht die Klinge, abgesehen von den Flecken einen schönen Eindruck.

Aber du hast schon Recht, auf Fotos kommt das schlecht rüber. Ich habs trotzdem mal probiert.
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