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Sonntag, 15. Dezember 2019, 16:21

Ital. Infanterie-Säbel um 1900

Ähnlich dem franz. Modell AN XI (Briquet). Messing-Bügelgefäss ohne Marken, in einem Stück gegossen. Die gekrümmte Rückenklinge besitzt im Gegensatz zum Briquet auf beiden Seiten eine breite Hohlbahn. Dazugehörige, geschwärzte Lederscheide mit glatter Messingmontur. Auf dem angeschraubten Tragehaken findet sich der einzige Stempel auf der Waffe, ein ovale Abnahmemarke mit den Buchstaben "CT".

Gesamtlänge...………………….660 mm
Säbellänge...……………………..650 mm
Klingenlänge...…………………..525 mm
Klingenbreite (max.).........…29 mm

Gruss
blankhans
»blankhans« hat folgendes Bild angehängt:
  • Z.jpg

2

Mittwoch, 18. Dezember 2019, 17:16

Hallo Blankhans, das ist ein sehr interessantes Briquet. Ich vermute auch dass es aus Italien stammt. Die Ortbänder mit symmetrischem Schlepper waren dort bei den verschiedensten Faschinenmesser (daghe) in üblich. Ich denke aber, dass der Säbel älter ist, aus verschiedenen Teilen besteht und einmal eine neue Scheide bekam. Das Königreich Sardinien/Piemont führt 1814 ein Briquet ein. Dieses hat aber 30 Rillen am Griff und eine keilförmige Klinge. Auf Grund besehender Realstücke kann man vermuten, dass die Klingen von piemontesischen Säbeln alter Ordonnanz, die immer eine breite Hohlbahn aufwiesen auf neue Griffe montiert wurden. Der Griff dieses Säbels jedoch entspricht in der Anzahl Rillen weder dem piemotesischen Modell 1814 noch dem modernisierten Modell 1834. Säbel mit Hohlbahnen wurden in napoleonischer Zeit im Königreich Italien geführt, welches in etwa der heutigen Lombardei samt Veneto entsprach.
Nach der Einheit Italiens 1860 gingen die Bestände an Briquets der voritalienischen Staaten meist an die Carabinieri und andere militärisch organisierte Corps und wurden dort bis in die 1930er jahre zur Paradeuniform getragen.

3

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 17:32

Das erinnert mich etwas an die sogenannten "Polizeisäbel" in Deutschland, die es ja auch in vielen Variationen gab.

Gruss
blankhans