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Freitag, 1. November 2019, 17:38

Weidmesser Kanton Bern, um 1835

Im Jahre 1830 wurde die "Denkschrift über die Waffe der Scharfschützen publiziert". Sie führte zu einer teilweisen Umbewaffnung der Scharfschützen in allen Kantonen. In Frage gestellt wurde insbesondere, wieso die Scharfschützen ein aufpflanzbares Weidmesser brauchen. So ein schweres Wackelding am Stutzer behindere nur. Das Weidmesser müsse jederzeit greifbar im Gehänge bereit sein. Es werde insbesondere beim Durchqueren von dichtem Unterholz gebraucht. Der Autor hat auch dafür plädiert, neben einem neuen Weidmesser müssten die Scharfschützen mit Bajonetten für ihre Stutzer ausgerüstet werden.
Die Bilder zeigen ein Berner Scharfschützen Weidmesser um 1835. Neben Bern hat auch der Kanton Glarus dieses Weidmesser eingeführt. Das Weidmesser diente insbesondere mit seinem Griff als Vorlage für das spätere Weidmesser 1842/52. Das Berner Weidmesser ist viel kürzer als das Weidmesser 42/52, hat aber eine viel breitere Klinge. Klingenlänge 38,5 cm Breite 4,7 cm. Eigentlich sieht es aus wie ein Messer zum Schnitzel klopfen. Das abgebildete Weidmesser ist mit der Auszügerarmatur des Zeughauses Bern markiert (verschlungenes Doppel-A) und trägt die Nummer .1063.
»schmiede39« hat folgende Bilder angehängt:
  • Okt. 19 041.JPG
  • Okt. 19 042.JPG
  • Okt. 19 043.JPG
  • Okt. 19 044.JPG
  • Okt. 19 045.JPG